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Behandlungsmethoden

Antibiotikaeinsatz bei Kindern

Bei der Behandlung (kleiner) Kinder ist Antibiotikaresistenz ein besonderes Problem. Das noch unreife, kindliche Immunsystem ist überlastet, und diverse Studien belegen, dass die Einnahme von Antibiotika verschiedene Komplikationen mit sich bringen kann, nicht nur unmittelbar in Form von Übelkeit, Kopfschmerzen und ähnlichen Problemen, sondern auch im späteren Verlauf des Lebens.

Eine amerikanische Studie von 2003 mit rund 400 Teilnehmern ergab, dass Kinder, die in den ersten sechs Lebensmonaten Antibiotika erhalten, später zweieinhalb Mal häufiger an Asthma erkranken. Auch ihr Risiko, bis zum Alter von sieben Jahren eine Allergie zu entwickeln, ist doppelt so hoch.

Eine neuere australische Studie beobachtete 25 Monate lang knapp 500 Kinder zwischen zwei und vier Jahren, die durchschnittlich 17,6 Tage im Jahr mit Antibiotika behandelt wurden. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe, die im Studienzeitraum keine Antibiotika bekamen, wies die Gruppe, die Antibiotika erhielt, doppelt so viele resistente Bakterienstämme (hier: Pneumokokken) auf, und 1 % dieser Kinder hatten Erreger, die gegen alle für Kinder verfügbaren Antibiotika resistent waren. Laut Aussage der Autoren steigt die rechnerische Wahrscheinlichkeit für das Auftreten resistenter Bakterien pro Tag Antibiotikaeinnahme um 4 %.

Vor diesem Hintergrund sollte eine Antibiotikatherapie nur in Betracht gezogen werden, wenn sie wirklich erforderlich ist.

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Schon gewusst?

Manche Ärzte verordnen Antibiotika, um Patienten zu beruhigen, die „echte“ Medizin einfordern. Genaue Zahlen liegen hierzu jedoch nicht vor.

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