Header Image for Treatment practices

Behandlungsmethoden

Antibiotikaresistenz

Mit der Entdeckung des Penicillins vor über 80 Jahren revolutionierte Sir Alexander Fleming die Behandlung bakterieller Infektionen. Seit diesem ersten Antibiotikum wurden viele andere modernere und noch wirksamere Antibiotika entwickelt.

Nur 20 % aller Antibiotika werden in Krankenhäusern eingesetzt. Die übrigen 80 % werden außerhalb der Kliniken verordnet. Allerdings sind die Antibiotikagaben bei rund der Hälfte dieser Patienten nicht erforderlich, zumeist weil ein virusbedingter Atemwegsinfekt vorliegt.

Viren greifen an

Der weltweit verbreitete automatische Griff zum Antibiotikum hat dazu geführt, dass sich resistente Bakterien entwickeln und ausbreiten konnten. Dieser Trend nimmt weiter zu.

Mitunter entwickeln sich Antibiotikaresistenzen spontan und ohne erkennbaren äußeren Einfluss. Wenn Bakterien jedoch eine Antibiotikatherapie überleben, können unglaublich schnelle und vielfältige Mutationen einsetzen. Je mehr Antibiotika eingesetzt werden, desto schneller kommt es zu resistenten Bakterien.

Steigende Resistenz in Europa

Schon 2002 unterstrich eine Studie den linearen Zusammenhang zwischen der Häufigkeit des Antibiotikaeinsatzes und der Anzahl resistenter Bakterienstämme in der allgemeinen Bevölkerung in Europa. Je mehr Antibiotika verordnet wurden, desto häufiger waren resistente Bakterien nachweisbar.

Korrelation zwischen Resistenzen und Antibiotikaeinnahme

Solche Antibiotikaresistenzen bedeuten, dass aktuell bereits triviale bakterielle Infektionen mitunter mit „Reserveantibiotika“ behandelt werden müssen. Sie bedeuten auch, dass eine wachsende Anzahl bakterieller Stämme auch gegen solche Notfallmedikamente resistent wird.

Richtig gefährlich wird es, sobald bakterielle Krankheitserreger gegen alle gegenwärtig verfügbaren Antibiotika resistent sind. Wenn das Immunsystem sich gegen derartige Bakterien nicht wehren kann, kann es zu einem septischen Schock mit multiplem Organversagen und letztendlich zum Tod kommen. Schon jetzt sind multiresistente Bakterien in Europa für rund 50.000 Sterbefälle im Jahr verantwortlich.

Die amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde FDA formuliert das Problem folgendermaßen:
„Antibiotikaresistenz ist im Gesundheitswesen weltweit ein zunehmendes Problem. Wenn ein Mensch mit antibiotikaresistenten Bakterien infiziert ist, erschwert dies nicht nur seine eigene Behandlung, sondern die Bakterien können auch auf andere Menschen übergreifen.“

Typische Folgen von unwirksamen Antibiotika sind:

  • längere Krankheitsdauer
  • komplizierterer Krankheitsverlauf
  • mehr Arztbesuche
  • Einsatz von stärkeren und teureren Medikamenten
  • mehr Todesfälle durch bakterielle Infektionen
Zoom
Print

Schon gewusst?

Sir Alexander Fleming entdeckte auch das antibakteriell wirksame Enzym Lysozym, das in Speichel und Tränenflüssigkeit vorliegt. Es ist ein natürlicher Bestandteil des Immunsystems.

Lokale Marken

Attention

German: Please note that you are leaving the pelargonium-sidoides.com website.
This link will take you to a website to which our Legal notice does not apply. Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co KG is not accountable for this content.

Cancel
Continue